Großer Festtag am Sonntag, den 22.07.2018:

 

150-jähriges Bestehen: 75 Vereine begleiteten die Feuerwehr Arnstorf beim Festzug zur Fahnenweihe

1 500 Gäste aus 75 Vereinen haben Festmutter Gerlinde Benisch, Ehrenmutter Nathalie Bauer und die sechs Festbräute beim Kirchenzug zur Fahnenweihe begleitet und damit für einen krönenden Höhepunkt des 150-jährigen Gründungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Arnstorf gesorgt.
Da konnte auch der einsetzende Regen beim Freiluftgottesdienst der Hochstimmung keinen Abbruch tun, schließlich war der Jubelverein dankbar, dass sich die Gastvereine vom morgendlichen Sprühregen nicht davon abhalten ließen, am Festzug teilzunehmen. Schon ab dem frühen Morgen, nach der Abholung der Festmutter, Ehrenmutter und dem Festgefolge, trafen die Vereinsabordnungen in der Marktgemeinde ein. Selbstverständlich wurde alle Vereine und Ehrengäste namentlich begrüßt und von der Blaskapelle Arnstorf „ins Festzelt gespielt“. Wie schon an den ersten beiden Festtagen war es die ausgezeichnete Organisation des Festes, die einen reibungslosen Ablauf möglich machte. Auch die Bürger ließen sich vom „weinenden Himmel“ nicht davon abbringen, die Marktstraßen zu säumen, um dem Jubelverein mit dem Festgefolge und den vielen Vereinen mit kräftigem Applaus die Hochachtung auszudrücken. Gut beschirmt waren die traumhaft schön gekleideten Festdamen, die neben Blumenkindern eben auch einen ganz persönlichen Schirmherren dabei hatten. Endlos lange schien der Kirchenzug, der entlang der Marktstraße bis zur alten Post und zurück zum Freiluftgottesdienst am Busparkplatz führte.
Dort hatte Alois Fuchsgruber bereits den Altar geschmückt, gespannte Sonnensegel dienten an diesem Tag als Regenschutz und so konnte Pfarrer Bernhard Saliter einen beeindruckenden Gottesdienst zelebrieren. Musikalisch bereichert wurde der Fahnenweih-Gottesdienst durch die Blaskapelle Arnstorf mit der Schubertmesse. „Gottes Altar steht heute im Freien, mitten unter Menschen, die einem Verein Respekt zollen, der seit 150 Jahren Bestand hat“, begrüßte Pfarrer Saliter die über 1 000 Gottesdienstbesucher. „Eine Fahnenweihe ist etwas Besonderes und es ist gut, dass der Jubelverein Gott, dem Herrn, eng verbunden ist.“ In seinen Predigtworten bezeichnete der Priester die Feuerwehr als gute Hirten der Bürger. Wenn auch der Berufsstand des Hirten sehr selten geworden ist, gelte ein Hirte als Ehrenbezeichnung. Es gebe durchaus auch Volkshirten, die ihre Macht missbrauchen, um so mehr müsse Gott gedankt werden, an einem Ort zu leben, an dem die Qualität der Hirten, angefangen von der Politik bis hin zu den Vereinsvorständen stimme. Jeder Vorstand, der die Mitmenschen zu positiven Zielführungen motivieren kann, sei ein guter Hirte. Gott schicke dafür die Gabe des Heiligen Geistes, die möglich mache, Gutes von Bösem zu unterscheiden. Es gehe bei so einem Fest auch darum, Gott zu bitten, weiterhin die körperlichen und geistigen Kräfte zu verleihen, dass die Gesellschaft im Vertrauen auf den Herrn zusammenwirkt und gleichzeitig durch Menschen, wie die Feuerwehrleute bereichert wird, die durch ihr Retten, Löschen, Schützen und Bergen zu guten Hirten werden. Mit der Segnung der restaurierten Fahne und der Festbänder folgte der Höhepunkt des Gottesdienstes. Nachdem Pfarrer Saliter mit geweihtem Wasser die Segensworte gesprochen hatte, überreichten die Festbräute, Fest- und Ehrenmutter ihre Bänder. Zuerst trat die Patenbraut Johanna Gräfin von Deym ans Mikrofon und dankte dem Patenverein Feuerwehr Mitterhausen für die Unterstützung beim Fest. Das Band, das künftig an der Mitterhausener Fahne haftet, solle die Freundschaft auch in Zukunft besiegeln. Lisa Tafelmeier, Patenbraut der FFW Mitterhausen, heftete ihr Band an die Arnstorfer Standarte. Als Fahnenbraut überreichte Bettina Baumgartner nach dem Prolog ihr Band ebenso wie Sandra Zitzelsberger, die als Festbraut Glanz verlieh. Eingedenk dem Festausschuss heftete Monika Baumgartner ihr Band an. Das Wort für die Jugendfeuerwehr ergriff Simone Eder, die das Jugendwehr-Band anbrachte.
Natürlich stand der Prolog von Festmutter Gerlinde Benisch im besonderen Mittelpunkt, zumal sie mit ihrem Band die künftigen Einsätze der Feuerwehr Arnstorf unter den Schutzmantel der Gottesmutter Maria stellte. Den Toten der Jubelwehr soll mit dem Trauerband von Ehrenmutter Nathalie Bauer immer ein Gedenken gegeben werde. Ihrem Prolog folgte das Ehrensalut für die Verstorbenen.
Die Feier endete nach dem „Te deum“ mit der Bayernhymne, nach der die Vereine wieder Aufstellung nahmen zum Zug ins Festzelt. Denn die geplanten Festreden von Landrat Michael Fahmüller und MdL Reserl Sem blieben dem heftig einsetzenden Regen geschuldet. Und so war es Schirmherr Bürgermeister Alfons Sittinger – von der Tradition her für gutes Festwetter verantwortlich – der im Festzelt das Wort ergriff und dem Wetter der drei Tage mit Sommerhitze am Freitag und angenehmen Temperaturen am Samstag sowie den Regentropfen am Sonntag die Note „befriedigend“ gab. Dafür sei das 150. Gründungsfest insgesamt eine Eins mit Stern gewesen. Das hohe Ansehen der Stützpunktwehr sei durch die 1 500 Gäste widergespiegelt worden. „Es ist ein Fest, das in die Analen des Marktes und natürlich der Feuerwehr eingehen wird.“ Ausgelassen konnte der Festsonntag ausklingen, wohlwissend, dass sich die aufwendigen Vorbereitungen ausbezahlt hatten.
(Quelle: LZ, 23.7.2018)

 

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